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Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.

Spendeneingänge, Empfänger, Bedarf.

(Stand Juli 2011).

Spendeneingänge.

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. hat für das Projekt „Bürger-Engagement“ bislang 3 Millionen Euro eingeworben.

Spendeneingänge aufgegliedert nach Jahren:

Diese Gelder übermitteln wir zeitnah persönlich oder über Banken verbunden mit Briefen.

Stand der Übermittlung.

Seit August 2003 bis Juli 2011 übermittelten wir mehr als 2,6 Million Euro in die Ukraine, nach Russland, Estland, Belarus, Armenien, Georgien, Moldowa und Kasachstan.

Wir übermitteln in der Regel pro Person einmalig 300 Euro. In Armenien , Belarus, Georgien und der Ukraine helfen wir inzwischen auch mit Sachspenden, die im Land selbst durch unsere Kooperationspartner erworben werden, wie medizinische Hilfe, Brennstoffe und Baumaterialien.

Der Betrag von 300 Euro entspricht in Armenien etwa einer zehnfachen monatlichen Altersrente, in der Ukraine einer drei- bis vierfachen Altersrente. In Russland variieren die Altersrenten erheblich, abhängig von zusätzlichen, zum Teil regionalen Vergünstigungen. Die so übermittelten Spendengelder belaufen sich auf 2,38 Millionen Euro.

Darüber hinaus übermittelten wir direkt oder über Selbsthilfegruppen vor Ort einmalig oder mehrmalig zusätzliche Unterstützung in Höhe von 235 000 Euro.

185 600 Euro wurden für Übermittlungskosten (Verwaltungskosten der Kooperationspartner im Ausland, Bankgebühren, Spendenreisen) und Übersetzungen benötigt.

Verwaltungskosten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten wurden für „Bürger-Engagement“ im Jahr 2005 auf 5 Prozent der Spendeneingänge festgelegt. Da der Verein keinerlei institutionelle Förderung bekommt, und auch inzwischen keine arbeitsmarktpolitisch geförderten Stellen mehr hat, ließ sich der Verzicht auf Verwaltungskosten nicht durchhalten.

Empfänger.

Spendengelder für das Projekt „Bürger-Engagement“ erreichten bislang knapp 7600 NS-Opfer, die in Armut leben, darunter gut 7200 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene, die Zwangsarbeit leisten mussten.

Die Spendengelder gingen entsprechend der Zwecksetzung des „Bürger-Engagements“ nur an solche NS-Opfer, die von der Bundesstiftung nichts erhalten haben und auch nichts erhalten können.

Hierzu im einzelnen:

Die Spendenverwendung erscheint laufend unter Aktuelle Meldungen auf www.kontakte-kontakty.de.

In der Ukraine haben wir an 2249 ehemalige sowjetische Kriegsgefangene je 300 Euro übermittelt, zusätzlich 70 000 Euro medizinische und Notfallhilfe, in Belarus an 775, zusätzlich 20 000 Euro Notfallhilfe, in Russland an 3278, in Estland an 46, in Georgien an 385, zusätzlich 28 000 Euro medizinische und Notfallhilfe, in Moldowa an 7 und in Kasachstan an 2. In Armenien erhielten 518 ehemalige Kriegsgefangene durchschnittlich 585 Euro.

Weiterhin konnten wir 320 jüdische NS-Opfer in der Ukraine, die dem Genozid entkamen und versteckt überlebten, in das „Bürger-Engagement“ einbeziehen.

Außerdem bedachten wir an die 80 besonders bedürftige ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen und andere NS-Geschädigte. Es handelte sich um einzelne Personen, deren Anträge abgelehnt worden waren, überwiegend wegen nicht ausreichende Nachweise, wegen Versäumnis die Antragsfrist oder wegen Nicht-Anerkennung von Lagerstätten.

Finanzieller Bedarf.

Wir können über unsere Kooperationspartner mehrere tausend weitere NS-Opfer, die leer ausgingen, unter ihnen viele ehemalige sowjetische Kriegsgefangene erreichen. Für diese bitten wir um Spenden.

Spendenkonto:

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Berliner Volksbank
BLZ 100 900 00
Konto-Nr. 306 55 99 006
Kennwort: „NS-Zwangsarbeiter“

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V. erhielt die Gemeinnützigkeit für „Völkerverständigung und medizinische Hife“. Spenden sind steuerbegünstigt (Steuernummer 27/670/56642 beim Finanzamt für Körperschaften I, Berlin – Letzter Freistellungsbescheid vom 15.7.2011).

Bei Angabe der vollständigen Adresse wird ab 50 Euro unaufgefordert eine Spendenquittung zugeschickt.

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