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Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.

Die Initiative.

Wir wollen mehreren tausend ehemaligen Kiregsgefangenen, Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die in Armut leben und keine Leistungen von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ erhalten können, Unterstützung und Anteilnahme erweisen. Über den Sachstand, die Ziele und Begründung der Initiative informiert eine Broschüre von Januar 2004.

Zum Text der Broschüre

Träger der Initiative ist der gemeinnützige Verein „Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion“, der mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit ehemaligen Zwangsarbeitern hat.

Siehe zu NS-Opfer bei www.kontakte-kontakty.de

Hintergrund des „Bürger-Engagements“ ist die jahrzehnte lange Verweigerung einer Entschädigung der ehemaligen NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter seitens der deutschen Wirtschaft und des Staates, sowie das Ungenügen der gegenwärtigen Regelungen.

Mehr Informationen zur NS-Zwangsarbeit

Unter den NS-Opfern in Osteuropa, die aus dem Fonds der Wirtschaft und des Staats nichts erhalten, wollen wir den ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen, die zu Zwangsarbeit herangezogen wurden, Priorität geben. Während sich die Bundesstiftung um unbürokratische Lösungen für andere nicht primär berücksichtigte Gruppen, im Maße wie Geld vorhanden ist, bemüht, kann sie für die Kriegsgefangenen nichts tun. Sie werden im Stiftungsgesetz explizit von allen Leistungen ausgeschlossen.

Mehr unter Leistungsverweigerung gegenüber ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen

Dank der Spenden von Bürgerinnen und Bürgern konnte die Initiative bereits 3500 alten Menschen, überwiegend ehemaligen Kriegsgefangenen, in der Ukraine, in Russland, Belarus und in Armenien eine materielle und ideelle Zuwendung übermitteln.

Mehr unter Spendeneingänge, Empfänger, Bedarf

Damit eine solche Geste noch möglichst viele hochbetagte Menschen erreicht, können wir den einzelnen nur wenig Geld, in der Regel 300 Euro pro Person, geben. Das entspricht zur Zeit einer drei- bis vierfachen monatlichen Altersrente in der Ukraine und einer zehnfachen monatlichen Altersrente in Armenien. Die humanitäre Zuwendung bedeutet für die Empfänger über die materielle Hilfe hinaus eine Anerkennung als NS-Opfer, worauf sie lange vergeblich gewartet haben.

Mehr zu Solidaritätsaktion für ehemalige Kriegsgefangene

Unsere Kooperationspartner in der GUS sind die jeweiligen Nationalstiftungen „Verständigung und Aussöhnung“ sowie verschiedene regionale und lokale NS-Opferverbände und Selbsthilfegruppen.

Mehr hierzu unter Kooperationspartner

Zum 8. Mai 2005, dem 60. Jahrestag der Kapitulation und Befreiung, hat der Verein elf ehemalige Kriegsgefangene nach Berlin eingeladen. Anlässlich des Besuchs wurden Gespräche mit den Gästen aufgenommen. November 2006 wurde der Film „Wie schwer ist es, sich dran zu erinnern“ fertiggestellt (Filmproduktion: OHNE GEPÄCK, Regie: Zoran Solomun). Der Film kann auf dvd beim Verein bestellt werden.

Im März 2007 erscheint im Chr. Links Verlag Berlin eine Auswahl aus über 1000 Briefen ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener, die 2005/2006 an den Verein geschrieben wurden.

Siehe auch unter Aktuelle Meldungen auf www.kontakte-kontakty.de

Mit dem „Bürger-Engagement“ möchten wir die Aufmerksamkeit auf die hochbetagten NS-Opfer in der ehemaligen Sowjetunion richten, die bislang noch kein Zeichen der Anteilnahme und Achtung aus Deutschland erhalten haben.

Dazu benötigen wir weitere Spenden von Bürgerinnen und Bürgern.

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