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Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.

Jüdische KZ- und Ghettoüberlebende, die im Versteck überlebten.

1989 gründeten in der Ukraine Shoa-Überlebende unter dem Vorsitz von Michail Seifman den Verein SIKARON SHOA, aus dem 1993 die ALLUKRAINISCHE ASSOZIATION DER JÜDISCHEN GHETTO- UND KZ-ÜBERLEBENDEN hervorging. Diese Vereinigung hat 25 Vertretungen in allen Gebietshauptstädten der Ukraine und zählt rund 2000 Mitglieder. Vorsitzender ist der Ghetto-Überlebende Dr. Boris Zabarko, Historiker von Beruf. Er ist Herausgeber des Buchs „Nur wir haben überlebt - Holocaust in der Ukraine“ (Dittrich Verlag, Köln 2004), es ist eine umfangreiche Sammlung von Zeitzeugenberichten. Im Rahmen des Bürger-Engagements für vergessene NS-Opfer leistet KONTAKTE-KOHTAKTbI für jene Mitglieder des Assoziation Solidaritätsbeiträge, die keine offizielle "Entschädigung" aus Deutschland erhielten. Die Regelungen des Bundesentschädigungsamtes "für Wiedergutmachung von NS-Unrecht" verweigern jenen NS-Opfern die Leistungsberechtigung, die weniger als 18 Monate im Ghetto verbrachten oder im Versteck überlebten. Nach dieser amtlich festgelegten deadline werden Nazi-Opfer sortiert in berechtigte oder unberechtigte Leistungsempfänger des Bundesfinanzministeriums. Für alle abgelehnten Antragsteller - ob sowjetische Kriegsgefangene oder ukrainische Shoa-Überlebende - ist es entwürdigend und psychisch schwer zu ertragen.

Die Assoziation der jüdischen Ghetto- und KZ-Überlebenden arbeitet unter existenzbedrohlichen Umständen. Ihre mehrheitlich bedürftigen Mitglieder können nicht mehr die Büromiete und Kommunikationskosten durch Mitgliedsbeiträge aufbringen. Seit April 2007 residiert die Geschäftsstelle der Assoziation in einem Provisorium ohne Telefonanschluss. Hinzu kommt ein gesellschaftliches Klima in der Ukraine, das dem Antisemitismus den Nährboden schafft. KONTAKTE-KOHTAKTbI ruft auf zur Solidarität mit der Assoziation und ihren diskriminierten Mitgliedern.

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