Direkt zum Navigationsmenü.
Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.
Sehr geehrte Frau Schramm,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 17. Januar 2004, mit dem Sie mich auf die Bemühungen des Vereins KONTAKTE-KONTAKTbI e.V. aufmerksam machen.
Sich heute um Menschen zu kümmern, die im Ausland leben und unter der NS-Herrschaft besonders gelitten haben, gehört zu den – ich möchte fast sagen: vergessenen – Aufgaben, die die Zeit des Dritten Reiches uns hinterlassen hat. Die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter ist erst in den letzten Jahren in Angriff genommen worden, so dass viele alte Menschen auch erst jetzt in den Genuss von Hilfen kamen und viele – dies wird besonders zu bedauern sein – mangels entsprechender Nachweise davon ausgeschlossen bleiben. Sich darum zu kümmern, halte ich für besonders honorig.
Brandenburg unterstützt die Ziele der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, deren Arbeit gerade in den mittelost- und osteuropäischen Staaten auch ein Stück staatlich initiierter Arbeit für eine Zivilgesellschaft in diesen Ländern ist. Dabei sind, wie ich höre, effektive Zusammenarbeitsstrukturen gefunden worden. Diese dienen auch der Abwicklung der dem Stiftungsgedanken entsprechenden Zahlungen.
Ich begrüße es, dass nach Ihren Angaben die Bundesstiftung mit Ihrem Verein zusammenarbeitet und Sie berät. In meinen Augen ist es besonders wichtig, dass die Zusammenarbeit zwischen der staatlichen Initiative und dem privaten Engagement auf diesem schwierigen Feld besonders eng ist.
Ich werden einen Beitrag für Ihr Vorhaben leisten, für das ich Ihnen und Ihrem Verein im Interesse der Betroffenen viel Glück wüsche.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Platzeck