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Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.

Unterstützung des Bürger-Engagements für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine Leistungen von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ erhalten können.

Im Jahr 2000 haben deutsche Unternehmen und die Bundesregierung der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ etwa 5 Milliarden Euro für Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer zur Verfügung gestellt. Inzwischen wissen wir, dass diese Mittel nicht ausreichen werden. Die Zahl der berechtigten Empfänger liegt deutlich über den Schätzungen, die vor Erlass des Stiftungsgesetzes vorgenommen worden sind. Andere Opfer können wegen der gesetzlichen Vorgaben nicht berücksichtigt werden. Mit zusätzlichen Mitteln und einer Änderung des Stiftungsgesetzes zur Schließung der Lücken ist jedoch nicht zu rechnen. Wir sehen daher keine andere Möglichkeit, als die verdienstvolle Arbeit der Stiftung durch Bürger-Engagement zu ergänzen. Dankenswerterweise hat sich der „Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion“ e.V. Berlin zur Verfügung gestellt, die für einen Härtefonds notwendigen Mittel, soweit wie möglich, durch Spenden aufzubringen. Diese sollen in erster Linie Opfern in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion zugute kommen, weil dort die Not unter ihnen am größten ist.

Der Vorstand der Bundesstiftung begrüßt diese Initiative und berät den Verein bei seinem Vorhaben.

Spenden werden vor allem für folgende Opfergruppen benötigt:

Nach dem Stiftungsgesetz sind ehemalige Kriegsgefangene ausdrücklich von allen Leistungen ausgeschlossen, obwohl gerade die sowjetischen Kriegsgefangenen unter unmenschlichen und völkerrechtswidrigen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten mussten. Die anderen oben aufgeführten Opfergruppen können zwar in die Leistungen der Bundesstiftung einbezogen werden, doch die zugewiesenen Mittel für Russland und die Ukraine reichen dafür nicht aus.

Wir bitten daher alle, die helfen wollen, ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern in Osteuropa, die bisher leer ausgegangen sind und meist in bitterer Armut leben, durch eine Spende Anteilnahme zu erweisen. Eine materielle Zuwendung von Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland ist für die Empfänger zugleich eine Anerkennung und Würdigung als Opfer des NS-Regimes, worauf sie lange gehofft haben. Die Zeit drängt. Diese Menschen sind alt, viele krank und gebrechlich.

Spendenkonto: KONTAKTE-KOHTAKTBI.
Kto.Nr.: 24 24 Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00, Kennwort „NS-Zwangsarbeiter“.

Bei Angabe der vollständigen Adresse wird eine steuerbegünstigte Spendenquittung zugeschickt.

Nähere Informationen unter: www Buerger-Engagement-fuer-NS-Zwangsarbeiter.de.

Berlin, Juni/August 2004.

Richard von Weizsäcker, Antje Vollmer, Hans-Jochen Vogel, Bernhard Vogel, Wolfgang Thierse, Jutta Limbach, Renate Künast, Hildegard Hamm-Brücher, Hans Otto Bräutigam, Lothar Bisky.

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