Direkt zum Navigationsmenü.


Bürger-Engagement für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa.

Aufruf zum Bürger-Engagement für „vergessene“ NS-Opfer.

Am 27. Januar 2004, dem Nationalen Gedenktag aus Anlass der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, rief KONTAKTE-KOHTAKTbI auf zum Bürger-Engagement für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer, die von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ nicht begünstigt werden konnten. Damit sollte die bereits laufende Kampagne für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene erweitert werden. Denn die Zahl der NS-Geschädigten in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die wegen nicht ausreichender Mittel durch den Fonds von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft nicht begünstigt werden konnten, war enorm hoch. Hunderttausende „dislozierte“ Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in ihren Heimatländern Sklavenarbeit leisteten, gingen wegen der Knappheit der Mittel leer aus. Der Anspruch des Bürger-Engagements war hoch, allen „vergessenen“ NS-Geschädigten eine finanzielle Geste der Anerkennung erlittenen Unrechts zu übermitteln. Deshalb wandten wir uns mit Spendenaufrufen sowohl an Personen des öffentlichen Lebens als auch über die Medien an breite Bevölkerungskreise:

Spenden Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens.

Das „Bürger-Engagement“ begann Anfang 2004 mit dem Aufruf: Geben Sie einen Tagessatz Ihres Einkommens für ehemalige Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer in Osteuropa, die keine Leistungen von der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ erhalten können. Zu den Erstunterzeichnern und ersten Spendern gehörten neben Bürgerinnen und Bürgern aus allen gesellschaftlichen Bereichen auch Politiker und Politikerinnen.

Unterschrieben wurde der Aufruf unter anderem von:

Eckardt Barthel, Gernot Erler, Dr. Thomas Flierl, Dr. Hanna-Renate Laurien, Dr. Lothar de Maizière, Petra Pau, Matthias Platzeck, Steffen Reiche, Claudia Roth und Hans-Christian Ströbele.

Der Aufruf „Bürger-Engagement“ im vollen Wortlaut.

Beteiligen Sie sich am Bürger-Engagement.

Da mit zusätzlichen Mitteln und einer Änderung des Stiftungsgesetzes zur Schließung der Lücken nicht zu rechnen sei, unterstützen

Richard von Weizsäcker, Antje Vollmer, Hans-Jochen Vogel, Bernhard Vogel, Wolfgang Thierse, Jutta Limbach, Renate Künast, Hildegard Hamm-Brücher, Hans Otto Bräutigam und Lothar Bisky

die Initiative mit einem eigenen Aufruf.

Der Aufruf zur Unterstützung des Bürger-Engagements im vollen Wortlaut.

Inzwischen berichteten zahlreiche regionale und überregionale Medien über die Initiative. Mehrere tausend Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich mit einer Spende. Der Verein konnte 3500 vergessenen NS-Opfern, überwiegend ehemaligen Kriegsgefangenen, in der Ukraine, in Russland, Belarus und Armenien, eine kleine materielle Zuwendung und ein Zeichen der Anteilnahme übermitteln.

Mehr zu Spendeneingängen und Empfängern unter Spenden-Stand.

Da die ehemaligen Kriegsgefangenen als Gruppe explizit von allen Leistungen ausgeschlossen sind, konzentriert sich das „Bürger-Engagement“ zunehmend auf diese.

Mehr zur Hilfe für ehemalige sowjetische Kriegsgefangene.

Zum Seitenanfang